Der Biss von Susanne Heydecke (c)

Der ( kleine ) Tod

Die Sonne ist lang schon untergegangen,

Der Mond erwacht mit mir zusammen

die Welt vor dem Fenster nebelverhangen

Von Dunkelheit die Welt gefangen

kalte Nachtluft weht ins Zimmer

Mein toter Hauch schleicht sich wie immer

kein Licht, nicht der kleinste Schimmer

Durch fremder Betten Kerzenglimmer

nur fahle weiße Nebelschwaden

Wie ein schwarz gesponn’er Faden

und etwas nicht Beschreibliches, aufgeladen

Umgarnend meine Arme ragen

liegt in der Luft ganz deutlich spürbar

Im Fluge noch seh’ ich dich so klar

Tierlaute aufgeregt, sie nehmen es auch wahr

So rein und weiß und – unantastbar

Aufgewühlt lehn' ich mich zum Fenster hinaus

Sag mir „Maus“ glaubst Du an Gespenster?

Ein Schatten huscht vorbei, eine Fledermaus?

Wie eine Feder schwebe ich zu Deinem Haus

Doch dafür erschien es mir zu groß

Meiner Schwingen letzter Stoss

Meine Augen suchen, doch höre ich bloß

Mich zu dir bringen, - dann lass ich los

Ein leises Rauschen, ein Flügelschlag

Was als Schatten auf der Erde lag

Und ehe ich zu handeln vermag

Und man nicht zu träumen und zu sagen wagt

Steht vor mir eine dunkle Gestalt

Mehr als tausend Jahre alt

Mit Augen glühend wie Eis so kalt

In feuchten Träumen festgekrallt

Der Blick versenkt sich tief in meinen

Diese bösen Geister in mir keimen

ein Gefühl als müsst ich lachen und weinen

Und sich bald mit Dir vereinen

Er zieht mich ganz in seinen Bann

Weil ich ohne Dich nicht sterben kann

Mein Körper fängt zu zittern an

Greift mein Blick nach Dir und dann

Sehnt sich nach ihm und will doch weg

Zählt allein das Leben noch

Doch bleib ich erstarrt an diesem Fleck

Das so schuldlos in Dir pocht

La Le Lu

wenn es dunkel wird leuchte ich allein
mit meinem fahlen blassen Schein
und wenn ihr glaubt allein zu sein
bei Ofenglut und rotem Wein
Sehe ich das wilde Treiben
eure Körper aneinander reiben
ergötze mich an eurem Spiel
das ist es was ich will

Spüre wie er meinen Kopf zur Seite neigt

Wo nun Dein Lebensweg sich zweigt

Lachend die spitzen Zähne zeigt

Der Geiger traurig um Dein da sein geigt

Und tief in meinen Hals vergräbt

Wird alles das nun ausgelebt

Ich glühe und mein Herz erbebt

Was kurz darauf dann doch vergeht

Pure Lust schießt durch die Venen

Wo meine Lippen durstig lehnen

Fortan wird ich mich immer danach sehnen

Und gierig Deinen Saft entnehmen

Gleichzeitig erscheint es mir

Schenk' ich Dir dafür

Als ob ich den Verstand verlier'

Verlangen, Lust und auch die Gier

Kälte breitet sich in mir aus

Lass alle Zwänge aus Dir raus

Um mich herum dreht sich das Haus

Und willst Du schreien? Dann schrei' es aus!

Wolkenfetzen geben den Vollmond frei

Was mal war sei wie es sei

er legt mich auf´s Bett, ist es vorbei?

Nun bist Du tot und Vogelfrei

la le lu
ich schau euch dabei zu
wenn eure Körper klebrig triefen
stoßen in die tiefen Riefen
angestauter Körpersaft
spritzt stetig aus dem harten Schaft
die weiße Unschuld färbt sich rot
ereilt euch nachts der kleine Tod

Mein Körper ausgelaugt und schwach

Nur der kleine feuchte Bach

Doch mein Kopf ist jetzt hellwach

Unter Dir erzählt danach

Fühlt noch den Schmerz und auch die Lust

Was Du so lange schon gewusst

Mein Herz schlägt pochend in der Brust

Dass auch Du mal sterben musst

Aufgeregt, überwältigt vom Geschehen

Der Tod ist fort – auch ich muss gehen

Wer ich ihn jemals wieder sehen?

Doch eines bleibt bestimmt bestehen

Von heute an in jeder Nacht

Eine neue dunkle Macht

Halte ich am Fenster Wacht

Aus des Höllen Abgrund Schacht

Bis er endlich wiederkehrt

Die ich Dir heut' Nacht gelehrt

Mir wieder diese Lust gewährt

Dass sie durch Dich nun auch vermehrt

Und mich vielleicht unsterblich macht

Die Unschuld von der Erde schafft

An seiner Seite, in der Nacht.

Und die Wunde namens Sehnsucht klafft

ich bin Licht- und Schattenspender
ich bin euer Leichenschänder
wenn ihr tot danieder liegt
die Körper selig angeschmiegt
onaniere ich ganz heimlich
verbittert nur für mich
was die wenigsten wohl wissen
ich wurde niemals je gebissen

Ich danke Susanne Heydecke für:

- die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung

- die unglaublichen ( unmöglichen ) Ideen

Bleib unmöglich!!!
Der Biss“ ist geistiges Eigentum von Susanne Heydecke.
Weitergabe, Veröffentlichung, Kopie ist ausnahmslos nur mit Genehmigung der Autorin gestattet!!!!







Aus einer langen, langen Sommernacht, in der ich nicht schlafen konnte...

Weihnachten

es ist Winterszeit
und es hat geschneit
der Wald hüllt sich in ein weißes Kleid

es ist Winterszeit
und es hat geschneit
alles ruht in Seligkeit

es ist Winterszeit
und es hat geschneit
der Weg war kalt der Weg war weit

es ist Winterszeit
und es hat geschneit
der Wind hatte uns den Pfad verweist

es ist Winterzeit
und es hat geschneit
ein Licht hat uns den falschen Weg gezeigt

denn es ist Winterszeit
und es hat geschneit
der See hatte uns schon bald eingekreist

es ist Winterzeit
das Pferd hat gescheut
keiner hatte uns aus dem See befreit

es ist Winterszeit
der Frost ein Feind
den wir kämpfen zu zweit

es ist Winterszeit
und du hast geweint
die Tränen sind zu Eis versteint

es ist Winterszeit
wir sterben zu zweit
sinken hinab in die Ewigkeit

denn es war Winterszeit
und es hatte geschneit
liebende Seelen überdauern die Zeit
keiner hat uns je entzweit

erst heute sind wir durch die Wälder gereist
dort hatten die bösen Räuber gespeist
vom Bier waren sie völlig entgleist
und nicht mehr gescheit
so hatten wirs uns zusammengereimt
die schweren Jungs ein wenig geleimt
wir leuchteten dort wo der weg sich zweigt
auf der Seite an der die Klippe sich neigt
man was haben die gekreischt
als wenn sie eine Tarantel beißt
am Felsen dann der Schädel zerspleist
schwammen sie nun aufgereiht
ab heute sind wir nicht mehr zu zweit
denn wir haben die Buben vom Leben befreit
das hatte die erstmal gar nicht gefreut
weil man als Toter ja kein Bier mehr bräut
sie hatten von Ruhm und Geld geträumt
nun hat sie das Meer weg geschäumt
- doch wir haben es nicht bereut
weil unrecht Gut kein leben zeugt
und wenn sich wer dem Recht nicht beugt
dann wird hier erst mal aufgeräumt
und wer eine solche Geschichte säumt
der hat wohl zu viel in der Sonne gebräunt
denn es ist Sommerszeit
und die brennt ganz schön heiß
und wenn du mal den weg nicht weißt
frag nicht dass Irrlicht, das sag ich dir gleich
frag doch nen blinden, nen tauben, nen Greis
oder frag doch ne Frau ob sie mit dir reist





Nu weiß man ja wie es um mein Englisch bestellt ist, abba ich wollte es denn trotzdem mal versuchen...
...wer einen Fehler findet darf ihn behalten



Nuts up

I'm 25 years and my lungs are tilt
I'm buying cigarettes to come over the hill – of dope
4 inhalating

I denied that i'm an addicted fool
And I'm bored of the pointed cigarettetools
For whatever that means

So I smiled sometimes when I'm lying in bed
with a pin-up poster over my head
and the malboroman is smiling back

So I wake in the morning and I step Outside
I try to breath
I get real high
Then I gasp from the top of my lungs
I'm smoking on

And I say hey...
And I say hey I'm smoking on
And I say hey...
I said hey I'm smoking on

And I try, oh my God do I try
I try all the time
the various plants
And I pray, oh my God do I pray
I pray every single day
For stronger mutants

So I will die some time when I'm lying in bed
a glowing camel in my head
but don't be sad:

So I wake in hell and get sulfur smell
I take a deep breaththen I get real well
Then I scream from the top of my lungs
I'm smoking on

And I say hey...
And I say hey I'm smoking on
And I say hey...
I said hey I'm smoking on
And I say hey...
And I say hey I'm smoking on
And I say hey...

I said hey I'm smoking on
I'm 25 years and my lungs are tilt
I'm buying cigarettes to come over the hill – of dope

4 inhalating





Wir werden alle älter und haben so das Ein oder Andere im Leben verpasst:



Die verwelkte Pelle

Mit jedem Jahr vergeht der Trieb
Triebe geh'n vorüber
dein Ding ist verstaubt
deine Eier schäumen über
hast dein Leben lang gewartet
hast gehofft daß sie dich liebt
hast die Unschuld nie verloren
hast nie die Flecken weg gekriegt

Jetzt kommt sie langsam auf dich zu
das Asthma steht ihr ins Gesicht
siehst erst jetzt wie alt sie ist
Das Rheuma paart sich mit der Gicht

Das ist die verwelkte Pelle,
das ist der perfide Plack
falsche Haare, falsche Zähne
Du bist so ein alter Sack

Das ist die verwelkte Pelle,
das ist der perfide Plack
feuchte Hose, lose Zähne
deine Pampers hat versagt

Deine Ohren sind schon taub
hast den Starr in deinen Augen
zwischen Tränen und Staub,
fällt es schwer oft dran zu glauben,
hast dein Leben lang gewartet,
hast die Weiber nie gezählt,
hast sie alle nicht gewollt,
hast viel zu schnell ejakuliert

Jetzt kommt sie langsam auf dich zu
das Asthma steht ihr ins Gesicht
siehst erst jetzt wie alt Du bist
Das Rheuma paart sich mit der Gicht

Das ist die verwelkte Pelle,
das ist der perfide Plack
falsche Haare, falsche Zähne
Du bist so ein alter Sack

Das ist die verwelkte Pelle,
das ist der perfide Plack
feuchte Hose, lose Zähne
deine Pampers hat versagt

Sitzt im Rollstuhl und du schreist
ich bin alt ich bin geil
meine Zeit ist vorbei
ich bin alt ich bin geil
Sitzt im Rollstuhl und du schreist
ich bin alt ich bin geil
ich bin alt ich bin geil

Das ist die verwelkte Pelle

Das ist die verwelkte Pelle





Ein Wenig aus Frust über unsere Regierung, ihre Reformen, und nicht zuletzt meinem immer währenden Weltschmerz:

Alder

Alder, warum hast Du was gelernt?
Guck dir die Penner an, die haben sogar Drogen.
Warum gehst Du nicht zu denen in die Gosse?
Da gibt es noch Stütze, von dem Sozialamt.

Alder - und wie du wieder aussiehst!

Löcher in den Zähnen und ständig dieser Schmerz.
Das kann ich nicht bezahlen.
So stehe ich vorm Spiegel und rede mit mir selbst.
Ich kann fast nix mehr essen.
Und Plomben nicht bezahlen.
Als Eintritt schon 10 Euro, ich weiss blad nicht mehr weiter.

Alder, dann ist da noch dein Herz.
Da ist alles viel zu spät, lass dich doch abschreiben.
Du hattest doch früher täglich onaniert.
Das klappt schon nicht mehr.
Ab in die Praxis!

Alder - und wie du wieder aussiehst!

Löcher in den Zähnen und ständig dieser Schmerz.
Panische Attacken und Flimmern vor den Augen, und Pfeifen im Gehör.
Das kann ich nicht bezahlen.

Nie hält deine Blase, erst recht nicht mehr der Dickdarm.
Kannst im Gehen dich entleer'n.
-ja soll das die Kasse tragen?

Du kannst ja deine Leber pfänden
Oda noch was borgen
Einst warst Du stolz und mächtig
Dein Hintern fest und prächtig
Und ganz schön reich bestückt
Du warst so reich

Am Ende deiner Träume - ums letzte Geld betrogen.
Und kannst fast nix mehr hör'n.
Lass dich zur Schlachtbank tragen.
Vermeide starke Zugluft, denk an die Erkältung, und den Tumor im Gehirn.



Und zwischendrin ein wenig Werbung für die Geschichte, die ich seit Jahren schreibe, und bislang nie ansatzweise fertig wurde.
- Ein wenig von ASP inspiriert -

einst warst du stolz und mächtig
schön und unnahbar
doch solche macht ist flüchtig
nun nur noch im traume wahr
den du im innern hütest

gefangen von der kinder falle
holt dich das böse schwarze ding
gleich sind wir im kerker alle
ob bettler oder königin
die du einst mal warst

rache üben das war deine art
als die flucht beginnt
mit blut gepflastert war der pfad
auf der reise durch das labyrinth
das endlos in die tiefe reicht

als du zu hause angekommen
siehst du zum schwarzen turm hinauf
den so oft du schon erklommen
und folgst der treppe lauf
der mit spinnentier verziert

du machst das tor auf und gehst durch
hast deinen thron im blick
doch in dir tobt die furcht
du weisst es gibt hier kein zurück
dein platz ist schon vergeben

deiner schwester zwietracht führt
dass hier bald ein krieg entfacht
am fusse schon das feuer schürt
dein haus schlägt seine letzte schlacht
und gibt endlich sich geschlagen

das letzte mal blickst du zurück
doch die schwarzen schleier
lassen die sicht nur auf ein stück
des brennenden gemäuer
das einst so stolz und dunkel stand

doch noch nicht aufgegeben
folgst du einem neuen plan
noch viel böser und verwegen
als die es vorher war'n
schmerz und leiden hinterlassend

deine tochter krank am boden
lässt du einfach liegen
listig und verlogen
willst die göttin du besiegen
und selbst unendlich sein

doch kommt es anders als gedacht
die göttin längst schon nicht mehr wahr
von deiner schwester umgebracht
liegt zerschmolzen vor ihrem altar
ein letzter fluch noch ausgesprochen

der letzte wunsch muss auch geschehen
so kommt das happening
doch hast nach hinten nicht gesehen
sahst nicht das böse ding
das immer mit dir war

dein töchterchen ist wieder da
"was hast du nur so grosse augen?"
"einst krümmtest du mir gar ein haar
nun werd ich deinen geist aussaugen"
einer spinne tochter gleich

ach, welch romantische geschichte
um familiäre liebelei
macht doch eines noch zu nichte
die geschichte ist vorbei
doch nicht im wahren leben

der golem heisst das gute buch
mit abscheulich schönen sachen
im tausch mit bargeld zug um zug
würde ich es euch vermachen
wenn es denn mal fertig wär